Fremdkörper verschluckt Wenn Sie wüßten, was Ihr Hund alles verschluckt... Normalerweise ist das nicht weiter schlimm, denn was vorne hineinpaßt, das kommt hinten auch wieder raus – könnte man meinen. Leider bringt es Bello jedoch manchmal auch fertig, schier unglaubliche Dinge hinunterzuwürgen, und die bleiben dann auf ihrem Weg zum "Ausgang“ entweder schon in der Speiseröhre, im Magen oder spätestens dann im Dünndarm hängen.
Unsere vierbeinigen Freunde haben die fatale Angewohnheit, alles zwischen die Zähne zu nehmen: Knochen, Spielzeug, kleine Bälle, Bindfäden, Steine, Nadeln, Obstkerne usw. All dies landet regelmäßig in ihrem Bauch. Bei diesem Verhalten sind "Verdauungsspannen“ natürlich vorprogrammiert – manchmal mit sehr schwerwiegenden Konsequenzen ...
In den meisten Fällen verlangsamt sich nur der Verdauungsprozeß ein wenig, wenn Ihr gefräßiger kleiner Freund mal wieder seinem ungewöhnlichen Appetit nachgegeben hat.Die Verdauung einer Mahlzeit liegt zwischen 10-30 Stunden . Spätestens nachdem er das Steinchen oder die Murmel ausgeschieden hat, ist alles wieder in Ordnung. Manche Fremdkörper erweisen sich jedoch als ausgesprochen widerspenstig: Sie verkeilen sich im Verdauungstrakt und bringen den Nahrungsfluß zum Erliegen. In diesem Fall droht Darmverschluß, und jetzt muß der Tierarzt sofort helfen, denn der Hund befindet sich in akuter Lebensgefahr! Wo aber steckt der Fremdkörper fest? Entweder in der Speiseröhre, im Magen oder im Dünndarm. Zum Enddarm hin wird der Verdauungskanal wieder breiter, so daß hier selten etwas hängenbleibt.
Im Magen: Sitzt das Hindernis im Magen fest, dann stört es den Magenschließmuskel, den Magenpförtner, bei seiner Arbeit. Das bedeutet, daß der gesamte Speisebrei im Magen hängenbleibt und nicht weiter in den Dünndarm fließt. Kaum hat der Hund etwas gefressen, erbricht er es auch schon wieder. Die Folgen sind Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust innere Austrocknung. Lassen Sie daher Ihren Hund und beim geringsten Verdacht sofort röntgen. Hat sich wirklich ein größerer Fremdkörper in seinem Magen verkeilt, so wird er entweder endoskopisch oder operativ entfernt. Und keine Angst: Hunde überstehen solche Eingriffe sehr gut. Kleine Steine verursachen dagegen keinerlei Beschwerden und können auch auf einem Röntgenbild auftauchen, das aus einem anderen Grund angefertigt wurde.
Im Darm: In den meisten Fällen sitzt der verschluckte Fremdkörper im Dünndarm fest, und das hat die schwerwiegendsten Konsequenzen (Darmverschluß, Bauchfellentzündung, Blutvergiftung...). Suchen Sie daher gleich bei den ersten Anzeichen den Tierarzt auf: Der Hundübergibt sich sehr häufig, wobei das Erbrochene entweder mit Blut vermischt ist oder das Aussehen von Exkrementen hat. ER ist niedergeschlagen und innerlich ausgetrocknet. Seine starken Schmerzen versucht er durch ungewöhnliche Stellungen zu mildern, wölbt den Rücken nach oben oder nimmt Sphinxhaltung ein. Wenn Sie ihm den Unterleib abtasten, tut ihm das sehr weh. Läßt sich der Fremdkörper schon von außen fühlen, dann kann der Tierarzt seine Diagnose schnell stellen. Zur Sicherheit wird jedoch in den meisten Fällen noch eine Röntgenaufnahme gemacht.
Was sagt uns das :
Man kann nicht überall seine Augen haben, aber wenn der Hund sich auffällig verhält, lieber den Arzt aufsuchen .